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Was ist Volti?

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Was ist Voltigieren?

Voltigieren ist eine Disziplin des Pferdesports, bei der dynamische und statische Elemente sowie Übungsverbindungen in turnerisch-gymnastischer Form auf dem lebenden Pferd ausgeführt werden. Dabei wird je nach Können im Schritt oder Galopp voltigiert. Beim wettkampfmäßigen Voltigieren müssen die Übungen auf dem galoppierenden Pferd ausgeführt werden. Voltigieren ist ein vielseitiger Sport, der hohe Anforderungen an Koordination und Kondition stellt. Voraussetzungen für das Voltigieren sind Rücksicht, Achtung und verantwortungsvoller Umgang mit dem Pferd sowie Einfühlungsvermögen, um auf und mit dem Pferd diesen Sport betreiben zu können. Ebenso unverzichtbar ist Teamgeist, da Voltigieren ein Mannschaftssport ist. Eine Voltigiergruppe besteht aus dem Pferd, dem Trainer und 8-10 Gruppenvoltigierern. Gegenseitige Rücksichtnahme, Zusammenarbeit und Einfügen in die Gruppe sind Voraussetzungen, um diesen Sport sinnvoll betreiben zu können. Das Voltigieren bietet daher Kindern und Jugendlichen hervorragende Lernmöglichkeiten im sozialen und persönlichen Bereich.

Man unterscheidet beim wettkampfmäßigen Voltigieren zwischen dem Gruppenvoltigieren sowie dem Einzel- und Doppel bzw. pas-de-deux Voltigieren. Das wettkampfkampfmäßige und breitensportliche Voltigieren sowie das heilpädagogische Voltigieren sind mittlerweile nicht nur in Deutschland, sondern auch international weit verbreitet. In 23 Nationen der Welt wird leistungsmäßiges Voltigieren bis zur Teilnahme an Europa- und Weltmeisterschaften betrieben. Zahlreiche Nationen haben bereits angefangen das Voltigieren aufzubauen oder betreiben es schwerpunktmäßig im Heilpädagogischen Bereich.

  

Zur Geschichte des Voltigierens

In allen Kulturen, in denen das Pferd eine Rolle spielte, wurden Übungen trainiert, mit denen ein rasches und sicheres Aufsitzen und Abspringen erlernt wurde. So gibt es Beschreibungen über diese Übungen von den Steppenvölkern Asiens, den Indianerstämmen Nordamerikas, den Griechen, den Römer und Germanen. Auch die Ritter des Mittelalters mussten das Auf- und Abspringen auf das Pferd teilweise in voller Rüstung für den Kampf üben. Erst in der Renaissance, mit ihren weitreichenden Veränderungen im Militärwesen, der Kultur, der Wissenschaft und dem höfischen Leben, entwickelte sich aus diesen nun nutzlos gewordenen Vorübungen des Auf- und Abspringens das eigentliche Voltigieren, das ab diesem Zeitpunkt als "volte sive giri" bezeichnet wird.

Das Wort Voltigieren entstand im romanischen Sprachraum und findet seine früheste Erwähnung in den 1492 und 1509 erschienenen Büchern des Italieners Petrus Monti. Er bezeichnet die Übungen auf dem Pferd als "volte sivi giri", "Conversiones" (Wendungen), "Rotationes" (Kreisbewegungen) oder als "volteare". Grisone, der Begründer der Reitschule in Neapel, beschreibt um 1532: "Wenn auch das Ballspielen und das Wissen zu voltigieren für den Reiter nicht unbedingt notwendig sind, hilft es dennoch sehr, nicht nur um ihm Anmut zu verleihen sondern um ihn geschickter und fähiger zu machen."

Der ästhetische Aspekt des Voltigierens wird zu diesem Zeitpunkt bereits besonders herausgestellt. Es kann aus den Beschreibungen geschlossen werden, dass das Voltigieren schon damals durch "Anmut" und "Leichtigkeit" Zuschauer anzog und damit besonders am Hofe große Bedeutung als Zeitvertreib besaß.

Aus "volte sive ("oder") giri" oder "volta girus" entstand das heutige Wort Voltigieren.

Der Bekanntheitsgrad des Voltigierens scheint in Deutschland jedoch erst Anfang des 17. Jahrhunderts gestiegen zu sein, wobei davon auszugehen ist, dass das Voltigieren hauptsächlich von jungen Edelleuten im Rahmen ihrer Ausbildung betrieben wurde. Im 17. und 18. Jahrhundert stieg die Bedeutung des Voltigierens als Unterrichtsfach an den Ritterakademien, an denen neben Wissen und gutem Benehmen junge Adelige auch im Fechten, Reiten, Tanzen und Voltigieren unterrichtet wurden.

Erst nach dem 2. Weltkrieg entwickelt sich das Voltigieren als Kinder- und Jugendsport. Diesmal geht die weitere Entwicklung von Deutschland aus. Seit 1953 wird das Voltigieren in Deutschland wettkampfmäßig betrieben. Bereits 1963 wurde in Wiesbaden die ersten Deutschen Meisterschaften ausgetragen. Mit der ersten Europameisterschaft 1984 in Österreich und der ersten Weltmeisterschaft 1986 in der Schweiz wächst die Verbreitung und Anerkennung des Voltigierens auf internationaler Ebene.

Das Voltigieren entwickelt sich mehr und mehr zu einer eigenständigen Disziplin der Pferdesports und erhält seine Anerkennung durch die Deutsche- und die Internationale-Reiterliche-Vereinigung. Seit der Aufhebung der Altersgrenze entwickelte sich Voltigieren nicht nur im Bereich des Einzel- und Pas-de-deux Voltigierens, sondern auch in der Gruppe vom Kinder- und Jugendsport zum altersunabhängigen Sport, so dass es auch von Erwachsenen leistungsmäßig betrieben werden kann.

Heute ist Deutschland unumstritten die führende Nation des internationalen Voltigiersports. Mehr als 50.000 Voltigierer betreiben diesen Sport meist in den Reitvereinen. Dabei handelt es sich zu 80% um Freizeit- und Breitensportgruppen, in denen das Voltigieren teilweise als Heranführung an den Reitsport betrieben wird. Fast die Hälfte der aktiven Voltigierer in ganz Deutschland ist in Nordrhein-Westfalen zuhause.

(Vergleiche Voltigieren im Rheinland, Link: Was ist Voltigieren? Und Geschichte des Voltigiersports)

  

Voltigieren im RFV Erfthost

Im RFV Erfthorst dient Voltigieren als Vorbereitung für den Reitsport. Der junge Voltigierer lernt den vertrauensvollen Umgang mit dem Pferd und verliert die Angst runter zu fallen.

In der Spiel- und Breitensportgruppe werden verschiedene Übungen im Schritt oder Galopp eingeübt. Dabei steht die Freude an der Bewegung, aber auch die Schulung des Gleichgewichtssinns im Mittelpunkt. Neben dem Erlernen von Pflicht und Kürübungen sollen eventuelle Ängste vor dem Pferd abgebaut und das soziale Lernen in der Gruppe eingeübt werden. Diese Mannschaft zeigt ihr Können auch bei kleineren Gruppentreffen und Spielgruppenturnieren.

Außerdem verfügt der RFV Errfthorst über zwei Turniergruppen, die zur Zeit in den Leistungsklassen  L und M turnen. Einige unserer Voltigierer starten darüber hinaus in Einzel- oder Doppelwettbewerben. Turniergruppenvoltigieren bedeutet ein gezieltes, leistungsorientiertes Training auf dem Pferd, aber auch in der Reit- und Turnhalle. Dabei werden Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit, Sprungkraft, Gleichgewichtssinn und künstlerischer Ausdruck trainiert.


 
 
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